Kolumne – Mai 2023

Sie fragen, der Zweckverband antwortet.

Wo man auch hinschaut, überall sprießt es im Garten und das Gärtnerherz schlägt höher. Mit der beginnenden Gartensaison werden auch Pläne für das kommende Jahr geschmiedet. Gerne werden hierzu Bücher oder das Internet zu Rate gezogen. Und vielleicht ist es dem ein oder anderen schon einmal aufgefallen: das Wort „Permakultur“ hört und liest man jetzt immer häufiger. Aber was steckt eigentlich hinter dem Begriff „Permakultur“?

Das Konzept der Permakultur wurde bereits in den 1970er Jahren entwickelt und bedeutet, dass man natürliche Prozesse beobachtet und nachahmt – entweder im eigenen Garten oder in der Landwirtschaft. Eigentlich ganz einfach, wenn die natürlichen Prozesse nicht bereits im eigenen Garten umfangreich und verstrickt wären.

Es gibt nämlich zahlreiche natürliche Prozesse über der Erde, wie beispielsweise Pflanzen, Klima und Nährstoffe und noch mal so viele unter der Erde, unter anderem Wurzeln, Humus und auch wieder Nährstoffe. Alle Prozesse sind miteinander verbunden und jeder einzelne Prozess wirkt sich auf alle anderen Prozesse aus. Schon alleine bei dem Gedanken an die vielen Prozesse raucht der Kopf.

Aber das, was sich so kompliziert anhört, ist eigentlich das Einfache an der Permakultur. Man muss nicht sofort alle Prozesse kennen, verstehen und verbessern. Es ist völlig ausreichend, sich jedes Jahr einen dieser Prozesse näher anzusehen und damit zu arbeiten.

Schauen wir uns einmal den Prozess „Wasser“ näher an. Wasser ist ein Grundelement für alles Leben, sowohl für alle Pflanzen im Garten, als auch für alle Tiere. Für den Anfang wäre es in der Permakultur ausreichend, wenn man Regenwasser auffängt und seinen Wasserverbrauch so optimiert, dass man mit dem Regenwasser über das ganze Jahr auskommt. Später kann ein Gartenteich hinzugefügt werden, um besonders Tieren täglich Zugang zu Wasser zu ermöglichen. Dies spart das tägliche Auffüllen von Wassertränken. Wer noch tiefer in den Prozess einsteigen möchte, kann mit Hilfe von Wasserstellen das Klima an bestimmten Ecken im Garten abkühlen. Dies spart tägliches gießen.

Es wird schnell deutlich, dass man in der Permakultur die Natur für sich arbeiten lässt. Denn in der Natur gibt es bereits für die meisten „Probleme“ eine ressourcen-schonende Lösung.

In den kommenden Kolumnen werden weitere Prozesse in der Permakultur beleuchtet.

Mach doch einfach mit und werde in diesem Jahr ein Permakultur-Gärtner!

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Kreislaufdenken: im Herbst Saatgut aus dem eignen Garten ernten und trocknen, um im kommenden Jahr Pflanzen aus dem eigenen Saatgut selbst anzuziehen. Foto: jhfl, Pixabay.